Nach dem Dienst steht jemand mit dem Geldbeutel vor der Orga und fragt: Wie viel muss ich eigentlich abgeben? Bisher kannte die Kasse nur die Summe des ganzen Tages. Jetzt zeigt ebing unter Meine Verkäufe jeder Person den Betrag aus ihren eigenen Verkäufen. Die Abrechnung pro Helfer dauert damit so lange wie das Zählen.
Das Problem: eine Summe für alle
Auf einem Vereinsfest verkaufen oft mehrere Leute nacheinander oder nebeneinander. Am Ende gibt es eine Kassensumme, aber niemand weiß, welcher Teil davon in welchem Geldbeutel steckt. Wer 1.100 € einstecken hat, gibt dann vielleicht einfach alles ab, oder es wird mit Strichlisten und Zetteln nachgerechnet. Eine saubere Abrechnung pro Helfer war damit kaum möglich, vor allem nicht nach einem langen Tag.
Die Lösung: Meine Verkäufe an der Kasse
Im Menü der Kasse gibt es jetzt den Eintrag Meine Verkäufe. Er zeigt zwei Zahlen:
- wie viele Verkäufe es waren,
- den Erwarteten Zählbetrag: das Geld, das aus diesen Verkäufen da sein sollte.
Der Betrag rechnet genauso wie der Warenkorb: Produkte, minus Rabatt, plus kassiertes Pfand, minus zurückgegebenes Pfand. Darunter steht „Das Wechselgeld kommt noch obendrauf.“ Wer mit Wechselgeld gestartet ist, zählt es also zum Betrag dazu. Kartenzahlungen, die jemand an der Kasse mit eingetippt hat, zieht ihr ab, denn ebing kennt keine Zahlart.
Probeverkäufe aus dem Üben zählen nie mit. Wie das Üben funktioniert, steht im Beitrag Helfer einweisen an der Kasse.
So funktioniert die Abrechnung pro Helfer
Gezählt wird je Anmeldung: vom Anmelden mit dem Zugangscode bis zum Abmelden. Dazu ein paar Regeln, die ihr kennen solltet:
| Was passiert | Was „Meine Verkäufe“ macht |
|---|---|
| Gleicher Code, gleiche Kasse, später wieder angemeldet | zählt weiter, auch am nächsten Tag |
| Anderer Code oder andere Kasse | beginnt bei 0, ohne Nachfrage |
| Verkauf ohne Netz | zählt sofort, mit dem Hinweis „noch nicht übertragen“ |
| Abmelden | zeigt die Summe ein letztes Mal, dann ist sie weg |
Beim Abmelden steht die Summe direkt über der Frage. Das ist der Moment, in dem ihr abrechnet. Sind noch Verkäufe nicht übertragen, sagt die Kasse „Bleib angemeldet, bis alles übertragen ist.“ Wer sich trotzdem abmeldet, verliert nichts: Die Kasse schickt die offenen Verkäufe weiter, sobald das Netz wieder da ist.
Wird ein Zugangscode mitten im Betrieb archiviert, sperrt die Kasse beim nächsten Verkauf. Auch dann zeigt sie die Summe, mit dem Teil, der nicht mehr gespeichert wurde. Das Geld ist ja trotzdem im Geldbeutel, es fehlt nur in der Auswertung.
Geteiltes Tablet: bei der Übergabe abmelden
An einem Tablet, das fest an der Theke steht, verkaufen oft mehrere Leute mit einem Code. Damit die Abrechnung pro Helfer stimmt, gilt eine einfache Regel: Wer das Gerät weitergibt, meldet sich ab. Die nächste Person meldet sich neu an und beginnt bei 0. Meldet sich niemand ab, zählen alle Verkäufe in dieselbe Summe. Die Kasse fragt dabei nie nach, das organisiert ihr als Orga.
Ob ihr Codes pro Person oder pro Station vergebt, ändert auch, was die Summe bedeutet. Bei einem Code wie „Theke“ ist es die Summe der Theke, nicht einer Person. Mehr dazu im Beitrag Zugangscode pro Person oder pro Station?
Für die Orga: Je Zugangscode in der Auswertung
Auch ihr seht die Beträge, ohne dass jemand sie euch vorlesen muss:
- In der Auswertung einer Kasse steht der Abschnitt Je Zugangscode: Verkäufe und Erwarteter Zählbetrag für jeden Code im gewählten Zeitraum, nach Betrag sortiert. Archivierte Codes bleiben mit ihren Verkäufen sichtbar.
- Unter Team › Kassenpersonal steht an jedem Code „Heute“ mit dem Betrag des Tages, sobald damit verkauft wurde.
Gespeichert werden dabei nur Summen je Code und Tag, keine einzelnen Verkäufe.
Praxisbeispiel: Abrechnung pro Helfer am Vereinsfest
Anna verkauft am Grill mit ihrem eigenen Handy und ihrem eigenen Zugangscode. Nach drei Stunden tippt sie auf Menü › Meine Verkäufe: 42 Verkäufe, Erwarteter Zählbetrag 386,40 €. Sie hatte 50 € Wechselgeld bekommen, also sollten 436,40 € im Geldbeutel sein. Sie zählt, gibt ab, meldet sich ab. Die Orga sieht in der Auswertung des Grills unter Je Zugangscode dieselben 386,40 € bei „Anna“.
So wird aus der Abrechnung pro Helfer ein kurzer Blick aufs Handy statt einer Nachrechnung am Ende des Fests.
Fazit
Mit „Meine Verkäufe“ weiß jede Person an der Kasse, wie viel Geld da sein sollte, und die Orga sieht denselben Betrag je Zugangscode. Wechselgeld kommt dazu, Kartenzahlungen gehen ab, und am geteilten Gerät heißt die Übergabe: abmelden. Diese Funktion ist Teil unserer Release Notes. Alles Weitere steht in der Funktionsliste.
ebing kostenlos nutzen – Kasse anlegen, Zugangscode teilen, abrechnen.
Weiterlesen
Zugangscode pro Person oder pro Station? Vor- und Nachteile
Eigenes Handy, eigener Code – Theken-Tablet, ein Code für alle. Was sich dabei unterscheidet.
Lesezeit ungefähr 6 MinutenHelfer einweisen an der Kasse: üben, ohne dass es zählt
Zugangscode teilen, fertig: Neue Helfer üben an der echten Kasse, und kein Probeverkauf zählt.
Lesezeit ungefähr 6 Minuten